Elektronik Modellbahn? Ohne geht es nicht! Die Elektronik macht heute bei einer Modellbahn, vor allem einer digitalen Modellbahn, sicherlich den größten Teil der Arbeit aus. Die Lokomotiven werden mit Decodern (Lokdecodern, z.B. von ESU, Märklin, ZIMO, Uhlenbrock, …) versorgt um Befehle vom Computer (bzw. Digitalzentrale) zu empfangen. Die Signale und Weichen werden ebenfalls über Decoder gesteuert, die auf ganz bestimmte „Adressen“ hören.

Also wird über eine Leitung in sehr kurzer Folge sehr viele Befehle gesendet, die aber nur für einen bestimmten Adressaten bestimmt sind.

Beispiel – Wie funktioniert ein Decoder?

Der Decoder mit der Adresse 5 soll den Ausgang 1 schalten. Also sendet der Computer über eine Digitalzentrale den Befehl. Alle Decoder bekommen den Befehl und werden gefragt: „Bist Du der Decoder mit der Adresse 5?“. Wenn nein, dann reagiert der Decoder nicht. Falls ja, dann führt der Decoder den Befehl aus. Das Prinzip ist bei den Lokdecodern genauso wie bei den Decodern für Weichen und Signale etc.

Wohin führt das?

„Lampen“ (heute eher LEDs) werden nicht einfach „eingeschaltet“, sie müssen mit Effekt angehen, z.B. mit Flackern, Dimmen, Blinken, … Auch dafür werden elektronische Bauteile und Komponenten verwendet. Bei uns werden dabei alle Schaltungen/Decoder per Computer über eindeutige Adressen geschaltet, so z.B.

  • das brennende Haus, abgestimmt auf das Car-System (Feuerwehr rückt aus),
  • Fotografen machen ein Foto mit Blitzlicht bei einem vorbeifahrenden Zug (Train-Spotting),
  • Lichter in den Häusern gehen bei der Dämmerung an,

Es ward nicht nur Licht

Neben dem „Licht“ auf der Modellbahn nimmt auch die „Bewegung“ (Funktionsmodelle) einen immer größeren Stellenwert ein. Nicht nur Züge bewegen sich auf der Modellbahn, auch Autos, Modelle, Kirmes-Fahrgeschäfte, Figuren, … Sie alle verfügen über Motoren, Schrittmotoren oder Servos. Die Vielzahl der Motoren muss gesteuert werden. Manche können autark bleiben und „bewegen“ sich nach Zufallsmuster, im Dauerbetrieb, auf Knopfdruck, … Andere dagegen brauchen eine Anbindung an den Computer. Wenn z.B. ein fallender Baum auf den Schienen liegt, so muss der Zugcomputer 100%ig wissen, liegt der Baum noch auf den Schienen oder steht er schon wieder.

Daher können viele Decoder nicht nur per DCC (das Protokoll zwischen den Decodern) angesteuert werden, sondern auch über ein S88-Ausgang rückmelden (einfache Rückmeldung an den PC, eine ja/nein-Abfrage).

So wurde auch versucht, die Intelligenz in die Decoder zu packen. Ist z.B. das Dampfdestillat im „Brennenden Haus“ leer, das den Qualm bei einem Feuer erzeugt, so wird der Effekt nicht mehr eingeschaltet. Über den S88-Ausgang (ja/nein-Abfrage) geht eine Meldung an den PC, dass das Dampfdestillat nicht zur Verfügung steht. Somit leuchtet eine Fehlermeldung am Computer auf. Der Effekt wird dann automatisch wieder aktiviert, wenn das Dampfdestillat wieder nachgefüllt ist.

Daher haben wir eine Reihe von Decodern selber gebaut und entwickelt, die im Folgenden vorgestellt werden. Die Licht- und/oder Schaltdecoder basieren auf dem DCC-Signal und werden wie Weichen bzw. Signale angesprochen. Alles was danach passiert liegt im Programm des Decoders und an der evtl. Ansteuerung durch einen Computer mit einem beliebigen Steuerprogramm, wie z.B. TrainController, iTrain, WinDigipet, Railware etc. Aber auch ohne Computer kann mit einer Zentrale wie der Intellibox, z21, Esu ECoS, Märklin CS2/CS3, … oder jeder Zentrale, die DCC-Schaltbefehle senden kann, der Ablauf gesteuert werden…

Die Decoder teilen sich in folgende Gruppen auf:

  1. Miningen-Switch: Das sind alle Decoder, die etwas mit dem Bahnbetrieb zu tun haben, also Signal-Decoder, Weichendecoder etc.
  2. Miningen-Light: Alle Decoder rund um die Beleuchtung der Anlage, von Raumbeleuchtung bis hin zu dem Blinken einer LED.
  3. Miningen-Car: Alle Decoder rund um das Thema Car-System.
  4. Miningen-Push: Alle Decoder rund um das Thema „Druck-Knopf-Aktion“