Neue Lokomotive auf der Modellbahn: E70.2

E70 am Bahnbetriebswerk
E70 am Bahnbetriebswerk

Die Bayerische EG 2 war eine elektrische Güterzuglokomotivbaureihe der Königlich Bayerischen Staatseisenbahnen, die für den Betrieb auf der Bahnstrecke Freilassing–Berchtesgaden vorgesehen waren. Sie waren ähnlich wie die preußischen EG 511-537 und daher konventioneller als die EG 1 konstruiert. Von der EG 2 sind keine Sachzeugen erhalten geblieben.

Die Strecke Salzburg–Freilassing–Berchtesgaden wurde zwischen 1912 und 1914 elektrifiziert. Die Bayerische Staatsbahn wollte damit den elektrischen Zugbetrieb erproben. 1912 wurden dazu zwölf Probelokomotiven bestellt, darunter waren auch die EG 2. Jede dieser Lokomotivreihen erhielt ihre elektrische Ausrüstung von einer anderen Firma. Alle anderen bestellten Lokomotiven konnten bis 1915 rechtzeitig ausgeliefert werden, aber die Fertigstellung der EG 2 wurde durch den Ersten Weltkrieg behindert, sodass diese erst fünf Jahre später den Einsatz aufnahmen. Bestellt waren die Lokomotiven als Bayerische EG 2 × 2/2, durch die verspätete Ablieferung haben sie nur die Bezeichnung EG 2 getragen. Ab 1926 wurden die Loks als E 70 21 und E 70 22 bezeichnet. Mit der Leistung lagen die Lokomotiven im Bereich der anderen für diese Strecke ausgeführten Lokomotiven. Über den Einsatz ist wenig zu erfahren, lediglich ein Foto zeigt die Lokomotive 1922 auf der Bahnstrecke Freilassing–Berchtesgaden. Jedenfalls müssen sie sich im Betrieb bewährt haben, denn sie gelangten noch in den Bestand der Deutschen Bundesbahn, wo sie erst 1950/1951 ausgemustert wurden.

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