Railware im Netzwerk
Immer wieder kommen Fragen zur Benutzung von Railware im Netzwerk. Grundsätzlich ist es möglich, mehrere PCs mit Railware im Netzwerk zu betreiben, so können z.B. mehrere "Fahrdienstleiter" einen gewissen Teil der Anlage steuern.
Das Beispiel geht davon aus, dass ein PC die Verbindung zu den Digital-Zentralen (also zur Modellbahn-Anlage) hat, alle anderen PCs werden an einen Switch via Ethernet verbunden. Es empfiehlt sich, dass die Rechner feste IP-Adressen verwenden.
Ebenfalls ist zu beachten: Alle Railware-Rechner sollten über die gleiche Versionsnummer (bei Railware "Build" genannt) verfügen.
Als erstes muss man Railware die PCs mitteilen, die im Netzwerk zur Verfügung stehen. Meist reicht es aus, diese Daten an dem Haupt-PC einzustellen, manchmal aber muss dies an allen PCs vorgenommen werden. Den Dialog dazu findet man über "Design" --> "Netzwerk" --> "PCs verwalten".
Im nun erscheinenden Dialog werden dem Programm "Railware" die verschiedenen PCs, die via Ethernet miteinander verbunden sind, mitgeteilt. Über "Neu" können PCs hinzugefügt, und über das Papierkorb-Symbol wieder entfernt werden. Danach wird die IP-Adresse des Rechners eingegeben und in der Spalte "PC" kann ein sinniger Name vergeben werden. Wird der PC im Netzwerk gefunden, dann wird die IP-Adresse in der Liste grün hinterlegt. Sollte sie nicht gefunden werden, wird die Adresse rot untermalt - dann kann mittels "Ping" überprüft werden, ob der PC im Netzwerk erreichbar ist.
Nun werden in den Gleisbildern beider PCs so genannte "Verbindungsgleise" angelegt. Sie verbinden beide Gleisbilder miteinander, d.h. Züge und Lokomotiven verlassen an dieser Stelle das Gleisbild des ersten PCs und tauchen im Gleisbild des zweiten Rechners wieder auf.
Die "Verbindungsgleise" findet man im Gleisbild-Designer. Sie können auch innerhalb eines Gleisbildes verwendet werden, wenn die Geometrie oder der Platz des Gleisbildes es nicht anders zulassen.
Wie die Übergabe zwischen den Gleisbildern zu regeln ist, wird später erläutert. Aber die "Fahrgemeinschaft" sollte sich das Kommunizieren über Gleisbildüberschreitende Lokomotiven überlegen.
Anschließend werden die Verbindungsgleise verwaltet. In diesem Dialog werden die möglichen Verbindungsgleise aus allen Gleisbildern - also auch die der PCs, die via Ethernet verbunden sind - aufgezeigt. Hier kann man nun den einzelnen Verbindungsgleisen noch sinnige Namen geben, z.B. "Zum HBf" etc.
Jedes Verbindungsgleis wird mit der eindeutigen X-Y-Koordinate angegeben. Zudem kann man dem Dialog entnehmen, in welchem Gleisbild das Verbindungsgleis zu finden ist.
Nachdem nun die Verbindungsgleise bekannt sind und wir die Richtigkeit überprüft haben, müssen nun die Gleisenden miteinander virtuell verbunden werden, damit Railware weiß, welches Verbindungsgleis mit welchem zusammengehört.
Um den Dialog aufzurufen, geht man auf "Design" --> "Gleisenden verbinden".
Sollte dieser Menüpunkt nicht sofort ersichtlich sein, muss man im Menü den Pfeil nach unten bemühen, damit das komplette Menü ausgeklappt wird.
Nun erscheint der "Gleisenden verbinden" - Dialog. In ihm werden alle Verbindungsgleise in einem oder mehreren Gleisbildern verbunden. Dabei sind die Reiter zu beachten:
- Verbinden im Gleisbild
- Gleisübergänge Netz
- Digitalsystem Netz
Verbinden im Gleisbild: Hier werden die Verbindungsgleise innherhalb eines Gleisbildes miteinander verbunden. Wie weiter oben ausgeführt, kann dies aus Designgründen notwendig werden.
Unser Punkt, den wir benötigen, ist der Reiter "Gleisübergänge Netz". Hier werden die Gleisübergänge im Netz verwaltet.
Über das "+"-Symbol wird nun ein neuer Gleisübergang zwischen zwei via Ethernet verbundenen Railware-PCs, genauer gesagt den Gleisbildern, erstellt.
Zunächst wird angegeben von wo aus die Verbindung startet. Dazu wird das verwendete Gleisbild gewählt. Der passende Verbindungsgleis kann dann ausgewählt werden (spätestens hier macht sich eine sinnige Benamung bezahlt).
Ist man mit den PCs oder den Verbindungsgleisen unzufrieden, führen einen die zwei Knöpfe "PC verwalten" und "Verbindungsgleise verwalten" zu den weiter oben gezeigten Dialogen zurück, um Änderungen durchführen zu können.
Anschließend wird angegeben, wohin diese Verbindung virtuell gezogen wird. Sind mehrere PCs mit Railware im Netzwerk, muss hier nun genau aufgepasst werden, zu welchem PC die Verbindung zu legen ist.
Hat man den richtigen PC gewählt und den dazu richtig gehörenden Verbindungsgleis, dann kann man den Dialog mit "OK" beenden.
Voila! Nun sind die Gleisbilder via Ethernet miteinander verbunden!
Wie nun die Übergabe zwischen den Gleisbildern und wie komfortabel die "Fahrdienstleiter" miteinander kommunizieren können, das zeigt ein späterer Tipp.









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